Für Kinder und Jugendliche ist die Familie ein wesentlicher Ort, um emotionale Beziehungen aufzubauen und Liebe, Unterstützung und Bestätigung zu finden. Daher ist der Konflikt zwischen den Eltern und die Trennung für sie immer ein prägendes Erlebnis und stellt sie vor eine schwierige Aufgabe. Der Scheidungsprozess ist für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene eine Krise, kann aber auch als konfliktreicher, belastender und möglicherweise traumatischer Prozess erlebt werden. Eltern können durch eine Scheidung überfordert oder erleichtert sein, aber Kinder und Jugendliche, die sich in ihrer Sicherheit bedroht fühlen, fühlen sich oft ängstlich. Manche Eltern sind von ihrer Scheidung so schockiert oder überwältigt, dass sie Trost und Unterstützung bei ihren Kindern suchen. Wie eine Trennung oder Scheidung selbst müssen die Streitigkeiten, die einer Trennung vorausgehen, von der ganzen Familie ausgetragen werden. Das Entwerfen für die Phase nach der Scheidung ist oft mit großen Spannungen verbunden.
Je nachdem, wie Kinder und Jugendliche die Beziehung zu ihren Eltern vor der endgültigen Trennung erlebt haben, kann eine Scheidung eine Entlastung und eine Chance zur Stabilisierung familiärer Situationen darstellen. Allerdings sind sie in jeder Phase der Trennung auch vielen Stressoren ausgesetzt, die zu äußeren und inneren Konfliktsituationen führen können, die ihre seelische Entwicklung stark negativ beeinflussen. Sie sollten nicht damit rechnen, die Trennung reaktionslos hinzunehmen. Die normalen und unvermeidlichen Reaktionen geschiedener Kinder sind Trauer, Wut, Verlegenheit gegenüber anderen und Schuldgefühle. Hinzu kommt meist die Angst, den umgezogenen Elternteil zu verlieren und eines Tages auch den anderen Elternteil. Dabei sollen Kinder und Jugendliche darin unterstützt werden, ihre Gefühle auszudrücken und idealerweise in Worte zu fassen. Kinder und Jugendliche, die nicht offenkundig ansprechbar sind, haben oft die gleichen emotionalen Probleme wie Kinder und Jugendliche, die offenkundig ansprechbar sind. Als nächstes müssen Sie sie sanft ermutigen, ihre Gefühle auszudrücken.
Die Scheidungsrate in unserer Gesellschaft ist hoch. In Deutschland endet jede zweite Ehe mit einer Scheidung, in manchen Regionen sogar noch mehr. Trennungsentscheidungen sollten immer unabhängig vom Kind getroffen werden. Konfliktreiche Beziehungen ohne gegenseitigen liebevollen Kontakt wirken sich in der Regel stärker negativ auf die langfristige psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus.
Es gibt keine typischen oder spezifischen Symptome bei Kindern oder Jugendlichen, die durch Trennung oder Scheidung der Eltern verursacht werden. Jedes Symptom oder jede Reaktion, die eine psychische Störung darstellt, ist möglich. Das Zeitintervall, in dem die Anomalie als Verhinderung der elterlichen Trennung erlebt wird, unterliegt keiner erkennbaren Regel. Auch in der Phase vor der Trennung und Scheidung können Kinder und Jugendliche Träger der Krankheit werden und Anzeichen der Krise zeigen, mit der ihre Familien konfrontiert sind. Eltern sollten bei ihren Kindern auf Anzeichen von anhaltendem Stress achten. Dazu gehört zum Beispiel eine verminderte Motivation, zur Schule zu gehen, die Fähigkeit, neue Freunde zu finden oder einfach nur Spaß zu haben. Wenn Ihr Kind Anzeichen von Stress zeigt, kann Ihr Arzt oder Kinderarzt Ihr Kind an einen Kinder- und Jugendpsychiater überweisen, der stressbedingte Symptome diagnostiziert und behandelt. Sie können auch allen Familienmitgliedern helfen, mit dem Scheidungsstress fertig zu werden.