Zwangserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Zwangsstörungen gehören mit einer Prävalenz von zwei Prozent zu den häufigsten Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Bei Kindern und Jugendlichen beträgt das durchschnittliche Erkrankungsalter zehn Jahre, obwohl Berichte über einen Beginn im Alter von fünf Jahren vorliegen. Je länger die Krankheit unbehandelt bleibt, desto ungünstiger ist der Langzeitverlauf. Daher wird eine frühzeitige Diagnose und Behandlung als wichtig erachtet, um Chronifizierung zu verhindern. Die wirksamsten Behandlungen sind kognitive Verhaltenstherapie und Medikamente. Zwangsstörungen wirken sich auf das Familienleben aus Zwangsstörungen sind häufig mit einer schweren Störung des Familienlebens, einer Verschlechterung der Beziehungen zu Gleichaltrigen und schlechten schulischen Leistungen verbunden.

Viele Eltern fragen sich in der Abklärungsphase, ob sie die Erkrankung ihres Kindes durch „falsches“ Erziehungsverhalten verursacht haben. Dies ist sicherlich nicht der Fall, da für Zwangsstörungen multifaktorielle Entwicklungsmodelle postuliert wurden, die neurobiologische, psychologische und familiäre Faktoren berücksichtigen. Allerdings ist mittlerweile umstritten, dass gut gemeintes, aber ungünstiges Verhalten von Eltern und anderen Angehörigen auch bei erwachsenen Patienten zur Aufrechterhaltung der Zwangsstörung beiträgt, eine Verhaltenstherapie erschwert oder weniger effektiv macht, vor allem aber die übertriebene Anpassung des Familienalltags über Einschränkungen bis hin zur direkten Hilfestellung bei deren Bewältigung.

Die Familie muss in die Behandlung einbezogen werden

Es versteht sich von selbst, dass Eltern in verhaltenstherapeutische Behandlungen einbezogen werden. Vor vielen Jahren wurde in Australien ein Behandlungshandbuch entwickelt, das Sitzungen mit Eltern und Geschwistern beinhaltete, um den Rückzug aus der Familie, die Beteiligung eines Kindes an Zwangssymptomen, der prognostisch mit dem Behandlungserfolg assoziiert ist.

Was ist, wenn die Eltern selbst eine Zwangserkrankung haben?

Neben der Mitwirkung können Angehörige die Erkrankung eines Kindes auch dadurch beeinflussen, dass sie selbst an Zwangsstörungen leiden. Manche Eltern sprechen offen über Zwangsstörungen, andere berichten erst später davon. Dennoch wird angenommen, dass Kinder regelmäßig beobachten, wie ihre Eltern bestimmte Rituale durchführen. Durch Modelllernen übernehmen wir die Idee, dass Entspannung und Wohlbefinden nur durch bestimmte Rituale erreicht werden können. Die „typische Zwangsfamilie“ scheint es jedoch nicht zu geben und natürlich leiden nicht alle Eltern von Kindern mit Zwangsstörung an einer Zwangsstörung.

Zwangserkrankungen gehen oft einher mit
• schweren Beeinträchtigungen des Familienlebens, schlechten Beziehungen zu Gleichaltrigen
und einer Verschlechterung der Schulleistungen.
• In der verhaltenstherapeutischen Behandlung ist der Einbezug der Eltern selbstverständlich.
• Zwänge können auch als Schutz vor ungelösten Problemen des Kindes oder der Familie
aufgefasst werden.
• Grundsätzlich werden Zwänge in Stresssituationen stärker.

So wie bei allen anderen psychiatrischen Erkrankungen gilt auch für die Zwangsstörung – Je mehr zusätzliche psychosoziale Belastungsmerkmale bei einem Kind vorhanden ist, desto schwieriger ist die Behandlung der Zwangsstörung. Allgemein ist die Zwangsstörung bei Kindern und Jugendlichen sehr gut behandelbar. Die Behandlung der Zwangsstörung Ihres Kindes führe ich gemeinsam mit Ihnen in meiner Praxis in Pforzheim durch. Kinder und Jugendliche mit einer Zwangsstörung sind nicht selten bei mir in der Behandlung in meiner Praxis in Pforzheim.

Die Praxis Asan in Pforzheim wird dadurch ein sicherer Ort, sowohl für Kinder als auch für Jugendliche. Hier werden Probleme gehört und gesehen, sodass wir gemeinsam eine Lösung finden können

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